MAN SPRICHT DIESELBE SPRACHE WIE DER MANN AM RUDER!

Wissen, wovon man spricht, Service bieten, Interesse zeigen, klare Absprachen treffen und freundlich bleiben, wenn es mal „nicht so“ läuft: diese Eigenschaften gehören zum Befrachter Harrie Volker.

Nach seinem Abitur und der Ausbildung auf der M.S. Alliantie fährt er mit einem eigenen Schiff und seiner Familie sieben Jahre lang durch Europa, wonach er sich für ein Leben an Land entscheidet.

Ein bekannter Befrachter sagte mir mal: „Wenn du den Beruf lernen möchtest, kann ich dich gut gebrauchen.“ Harrie ergriff diese Chance und tauschte das Ruder gegen einen Schreibtisch und ein Telefon. Durch die inländische Befrachtung lernte er die Ins und Outs unserer Binnengewässer kennen, aber der internationale Transport war das, was ihn wirklich interessierte! Somit fand er zu Nautica, wo er inzwischen seit 2002 arbeitet und sich wie zu Hause fühlt.

Teilen wird immer mehr

„Wenn man mich fragt, ist die umfangreiche Expertise die große Stärke von Nautica. In Zwijndrecht arbeiten wir mit vier Befrachtern an quasi einem Schreibtisch. Diese Gruppe ist groß genug, um richtige Entscheidungen zu treffen und klein genug, um den informellen Charakter beizubehalten. Die Atmosphäre ist maritim. Offenheit ist der Ansporn zum Wissensaustausch. Flexibilität und eine flache Hierarchie sorgen für schnelle und entschlossene Handlungsmöglichkeiten.“

Ein Befrachter weckt Erwartungen

„Die Vermittlung zwischen dem Verlader und Schiffsführer ist nicht ganz unverbindlich. Es werden Erwartungen geweckt, man treibt eine Entscheidung voran, aber wenn man einem Schiff am Freitagmittag mal keine Reise mehr bieten kann und das der Besatzung mitteilen muss, weiß man, wie die Stimmung dann an Bord ist.“

Fährst du manchmal noch mit?

„Ja, manchmal. Man hat sofort das Gefühl, als sei man nie weggewesen. Fahren hält mich auf Trab. Die Administration an Bord hat sich zu einer umfangreichen Aktivität entwickelt. Die Bestimmung des Wasserstands im Voraus erfordert meteorologische Kenntnisse und bereitet Sorgen, obwohl Leichterungen fast nicht mehr vorkommen.“

Inzwischen hat René Nouwen einen Schrit zurückgemacht. Wie siehst Du deine Rolle auf der Abteilung jetzt?

Für mich fing es eigentlich schon etwas früher an. Als Hans Kouwen seinen Abschied in den Ruhestand vorbereitete, übernahm ich die Betreuung und Bearbeitung der ISO-Standards und der damit verbundenen Zertifizierungsprozesse. Dadurch ist ein weiteres, interessantes Arbeitsfeld in meinen Bereich übergegangen – neben dem der Befrachtung.

Und als René Nouwen sich dann entschied etwas kürzer treten zu wollen, lag mein Augenmerk eher auf der Rolle als erfahrener Experte der Binnenschifffahrt.

Daher auch der neue Untertitel des Senior Befrachters. Ich bleibe immer noch gerne der Dreh- und Angelpunkt der Befrachtung. Dabei versuche ich jedoch nun, für die Übersicht mit einer Kombination von Leitung und Kontrolle sowie Informationen und Erfahrungen zu sorgen – nicht nur bei uns in Zwijndrecht, sondern auch bei unserem Team in Mainz.”